Führung
Dauer: ~ 2 Stunden
Liste der Sehenswürdigkeiten:
  • Holzarchitektur
  • Ehemalige Gipsfabrik
  • Žanis-Lipke-Gedenkstätte

Buchen

Um im 16. Jahrhundert Rigas Skyline zu bewundern, musste man eines der beliebtesten Bücher der damaligen Zeit, die Cosmographia von Sebastian Münster, die 1544 in Basel veröffentlicht wurde, aufschlagen. Heute ist die Insel Kīpsala am linken Ufer des Flusses Daugava der beste Ort, um einen Blick auf die berühmte Skyline zu werfen.

Kīpsala – eine ländliche Idylle – nur 5 Autominuten vom Zentrum entfernt, konnte sich bis heute den Charme und die Authentizität eines Vorortes aus der Zeit um 1900 bewahren. Die Bewohner Kīpsalas waren dem Fluss, dem Meer verbunden. Sie verdienten ihr Geld als Fährmänner, Flößer, Fischer und Matrosen. Noch heute stehen hier die alten Holzhäuser von einst mit ihrer ganz typischen Architektur. Jedes von ihnen hat seine Geschichte. Kīpsala ist wie ein Freilichtmuseum, das von der Tradition der Volksarchitektur, dem Leben seiner Bewohner und dem Schicksal der Gebäude, die in allen Schwierigkeiten getrotzt haben, erzählt. In den letzten Jahren erlebt Kīpsala eine Renaissance. Das Interesse der Gesellschaft an ihrem architektonischen Erbe nimmt ständig zu.

Während des Rundgangs schlendern wir die Hauptstraße der Insel entlang und widmen uns der „Collection of Wooden Houses“. Wir werden die ehemalige Fabrik „Zelm & Boehm“ besichtigen und eine wichtige Sehenswürdigkeit besuchen – die Gedenkstätte für Žanis Lipke. Er war ein „einfacher“ lettischer Mann, in seinem Wirken vergleichbar mit Oscar Schindler. Mutig widersetzte er sich während des Zweiten Weltkrieges den Anordnungen der Besatzer und rettete so mehr als 50 jüdische Menschen vor den Übergriffen der Nationalsozialisten.

Aktivitäten auf der Insel Kipsala